Hypnose ist ein Begriff, den die meisten von uns kennen, jedoch oft nicht wirklich klar ist, worum es sich dabei wirklich handelt. Häufig als esoterischer Mythos abgetan, steckt hinter dieser Art
Trance eine wissenschaftliche Methode, die den Weg aus der
Wirklichkeit schafft. Viele einzelne Aspekte müssen berücksichtigt werden, wenn wir von Hypnose sprechen.
Der Versuch einer Definition
Versucht man
Hypnose zu definieren, so kann man viele verschiedene Beschreibungen finden. Die Methode ist jedoch so einzigartig und vielseitig, dass oft eine einzelne Definition nicht ausreicht. Grundsätzlich handelt es sich um einen Zustand, der künstlich erzeugt wird und eine Art
Trance-Schlaf zulässt. Verändert wird dabei der Bewusstseinszustand.
Ist die Rede von Trance, so spricht man von einem Zustand, der sowohl Tiefenentspannung als auch absolute Konzentration vereint. Hochkonzentriert bedeutet, dass, auch wenn es scheint, als würde die Person schlafen, sie dennoch Anweisungen ausführen kann. Des Weiteren wird das Hypnotisieren als Kunst bezeichnet. Hierbei handelt es sich darum, eine neue
Wirklichkeit zu schaffen.
In vielen Definitionen wird von zwei verschiedenen Bedeutungen, bzw. Zuständen gesprochen:
1. Hypnotischer Zustand
Durch verschiedene Techniken wird die Person dazu angeleitet, nach und nach die Kontrolle abzugeben und in Trance zu verfallen. In diesem Zustand wird die Wirklichkeit nicht mehr wahrgenommen, wodurch Raum für Aufforderungen oder eine neue Realität entsteht. Es geht dabei sowohl um Entspannung, als auch um das Fokussieren auf die Körpermitte.
2. Aufforderungen nachgehen
Aufforderungen, auch Suggestionen genannt, dienen dazu, die Wirklichkeit auf eine andere Art und Weise wahrzunehmen. Durch Kommentare, Anweisungen oder eben Suggestionen wird versucht, eine neue Wirklichkeit zu schaffen und so das Leben, die Energien und die Haltung zu beeinflussen.
Werden diese zwei Aspekte miteinander verknüpft, so spricht man von hypnotischer Suggestion. Der Zustand der Trance wird bewusst dazu genutzt, dem Unterbewusstsein die neue Realität nahezubringen. Die Folgen und Ergebnisse machen sich auf verschiedenen Ebenen bemerkbar. Sowohl mental kann man davon profitieren, als auch körperlich die Sensibilität und andere Einschränkungen kontrollieren.
Um mit der Methode zu beginnen, nutzt man die hypnotische Induktion. Dabei handelt es sich um die Einführung, die in der Regel mit Übungen zur Entspannung zu tun hat. Bei Anfängern kann die Induktion etwas länger dauern, während Personen, die schon häufiger in Trance gereist sind, sich schneller fokussieren können. Nicht immer hat es nur mit Entspannung zu tun.
Das Hypnotisieren kann sowohl selbst zu Hause, als auch unter Betreuung eines Professionellen stattfinden. Was bisher nur mit Esoterik und Spiritualität in Verbindung gebracht wurde, ist heute wissenschaftlich erwiesen und fester Bestandteil von mentalen Stärkungen und körperlicher Besserung.
Hypnotisierbarkeit
Ein wichtiger Begriff, der in Verbindung mit
Hypnose häufig auftritt, ist die Hypnotisierbarkeit. Wer sich für dieses Thema interessiert, sollte sich dieser Tatsache unbedingt bewusst sein. Nicht alle Menschen sind auf die gleiche Art und Weise empfänglich für diese Methode. Die einen reagieren schneller, die anderen eher langsamer oder mit einer abgeschwächten Form der
Trance.
Hypnotisierbarkeit kann demnach mit "Empfänglichkeit für Hypnose und Suggestionen" gleichgesetzt werden. Auch wenn die Spanne von leicht bis schwer ziemlich gross ist, so liegen die meisten in der Tat im Mittelfeld. Daher sind oftmals mehrere Anläufe notwendig, um optimal von der Hypnose profitieren zu können. Einige Wissenschaftler beschreiben die Hypnotisierbarkeit ebenso als Fähigkeit, die eine Trance überhaupt möglich macht. Dies bedeutet, dass es sich dabei um die Grundlage handelt, ohne die eine Hypnose nicht existieren würde.
Die Hypnotisierbarkeit kann beeinflusst werden und so wurde in Studien bestätigt, dass je häufiger eine Person hypnotisiert wird, desto leichter der Trancezustand erreicht werden kann.
Anwendungsgebiete von Hypnose
Wie bereits erwähnt, wird
Hypnose in verschiedenen Bereichen angewendet. Dies hängt damit zusammen, dass die Methode auf alle Ebenen des Körpers eine Wirkung zeigt. Sowohl die körperliche, als auch die geistige und die seelische Ebene können davon profitieren. Besonders positiv wirkt sich die Technik unter anderem auf die Energie aus.
In unserem Körper befindet sich ein stetiger und gleichmässiger Fluss an Energie. Diese Energie ist dafür zuständig, dass alle Funktionen problemlos ausgeführt werden können. Gerät der Energiefluss ins Stocken, so spricht man von einer Blockade. Viele mentale Sorgen und Einschränkungen hängen damit zusammen und können dank des hypnotischen Zustands gelöst werden. Die mentale Funktionalität, das heisst Beklemmungen, Sorgen und das Gefühl, sich selbst im Weg zu stehen und sich mit seinen Gedanken im Kreis zu drehen, gehört zu den Hauptanwendungsgebieten.
Da man im Trancezustand die Realität ausblendet und eine andere
Wirklichkeit schafft, können die Suggestionen unter anderem beeinflussen, was wir in diesem Moment fühlen und körperlich wahrnehmen. Sei es Hunger, Schlaf, Unwohlsein oder sonstige ungewohnte und negative Wahrnehmungen, mit Hypnose kann man diese in den Griff bekommen und so ein neues Bewusstsein schaffen, das sich positiv auf das Leben auswirkt.
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